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Philosophie

Von jeher an hat der Mensch, einen gewissen Luxus vorausgesetzt, angefangen über sich und seine Umwelt nachzudenken.

Dabei ist stets zu beachten, dass erst ein gewisser Wohlstand zu der nötigen Muße geführt hat, so dass ein Philosoph "entstand". All die hoch geschätzten Griechen waren Aristokraten, deren Lebensunterhalt von Leibeigenen erwirtschaftet wurde. Lediglich Diogenes ist hiervon auszunehmen - er lebte von den Almosen Reicher.

 Und nun, heutzutage, hat man wieder Muße. Und man möchte eines finden: den Sinn. Nach diesem Mysterium jagt man sein ganzes Leben hinterher, nur um am Ende herauszufinden, dass sich kaum jemand daran erinnern wird. Dieser Sinn ist also persönliche Lust.

 Aber ich möchte nicht abschweifen. Philosophie - viel Theorie - baut allerdingst stets auch auf praktischen Voraussetzungen auf. Ohne die Ausbeutung der Arbeiter hätte sich Marx niemals dazu angeregt gesehen seine Lehre aufzustellen. Deshalb ist es immer, wenn man Philosophen liest und bespricht wichtig, dass man die zeitlichen Umstände, unter denen der Philosoph schrieb, berücksichtigt.

Paradebeispiel dafür ist wohl Niccolo Machiavelli. An sich gesehen kein klassischer Philosoph hat er einige Schriften politischer Philosophie verfasst, die heutzutage wieder anwendbar wären. Allerdings schrieb er während einer Zeit voller Intrigen, Machtwechsel und Grausamkeit. 

 Liest man Machiavelli fühlt man sich schnell abgestoßen. Man darf sich aber nicht so sehr distanzieren, denn denkt man ein wenig tiefer darüber nach, so stellt Machiavelli lediglich Tatsachen ohne jegliche Gefühle oder Moral in den Raum. Damit darf sie der Leser versehen.

 

Philosophie muss stückweise genossen werden. Ist dem Leser langweilig bei der Lektüre, soll er das Buch zur Seite legen. Denn alles was er jetzt noch liest kommt nicht an. Und somit wird er auch nicht darüber philosophieren. Stets sollte in einem Zustand der Ruhe - ohne Radio, Musik oder Mitmenschen - gelesen werden. Notizen helfen ungemein, am Ende den Überblick zu wahren (man betrachte nur den Umfang von Kants Schriften!). 

 Am wichtigsten aber: Niemals dürfen Autoren vermischt werden. Zu Descartes soll man keinen Hume lesen, Fichte soll von Plotin ferngehalten werden. Stück für Stück kann man sich ausgewählte Epochen erschließen, indem man sich gezielt ein philosophisches System auswählt und sich einige Schriften eines Autors zu Gemüte führt. Den nächsten Autor sollte man wieder innerhalb dieses Systems suchen und fühlt man sich zu genüge über z.B. den Liberalismus belesen, kann man zu anderen Schriften übergehen.

 

 http://www.youtube.com/watch?v=Q7aOWIFgIZQ&feature=grec_index

 

Philosophie ist das Nachdenken über die Welt. Um dazu fähig zu sein braucht man Zeit, Muße und Intelligenz.

13.10.11 16:57
 


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